Die feinste Schokolade, die ich je probiert habe: TERRA Single-Origin Schokolade aus Taiwan – Eine Entdeckungsreise und Verkostung von Herkunftsschokoladen
Segeln Sie auf einem Boot aus Kakaoschoten und erkunden Sie die vielfältigen und reichhaltigen Aromen des Schokoladenflusses – in diesem Artikel teile ich einige meiner jüngsten Erkenntnisse aus der Erforschung von Single-Origin-Schokoladen.
Bean-to-Bar-Schokolade

„Bean-to-Bar“ bedeutet, dass von der Auswahl und Röstung der Kakaobohnen bis hin zur fertigen Schokolade alles vom Hersteller selbst gemacht wird. Anfang des Jahres haben mein Mann und ich eine Schokoladenverkostung zu Hause veranstaltet. Wir haben Single-Origin-Schokoladen der taiwanesischen Marke TERRA probiert, die eine „World Tour“-Kollektion herausgebracht hatte.
TERRA ist ein Schokoladenladen, der sich ganz auf das Entdecken und Genießen von Single-Origin-Schokolade konzentriert – ähnlich dem Konzept von Single-Origin-Kaffeebohnen. Die „World Tour“-Schokoladenbox enthält neun kleine Stücke, die jeweils aus 70 % Kakao aus verschiedenen Regionen hergestellt werden. Obwohl die Zutaten lediglich aus Kakaobohnen, Kakaobutter und Zucker bestehen, entstehen durch die Unterschiede bei Kakaosorte, Herkunft, Fermentation und Rösttechnik einzigartige Aromen. Das hat mich völlig überrascht – ich hätte nie erwartet, dass es so riesige geschmackliche Unterschiede zwischen Schokoladen aus verschiedenen Regionen gibt! Jede Herkunft hat ihren ganz eigenen, unverkennbaren Charakter. Zu meiner Überraschung stellte ich auch fest, dass ich Single-Origin-Schokolade lieber mag als aromatisierte Schokoladen mit verschiedenen Zusatzstoffen.
Ich habe jedes kleine Stück in vier Teile geschnitten, sodass mein Mann und ich jeweils zwei Stücke hatten – so konnten wir jede Herkunft zweimal verkosten. Man sollte die Größe nicht unterschätzen! Wenn man sich Zeit nimmt, jeden Bissen sorgfältig zu genießen, fühlt man sich rundum glücklich und zufrieden. Da 70-prozentige Schokolade weniger Zucker enthält als viele andere Schokoladen und wir uns kleine Portionen geteilt haben, hatten wir danach auch kein schlechtes Gewissen.
Der Box liegt außerdem ein Aroma-Büchlein bei, das die Eigenschaften jeder Herkunft beschreibt. Ich habe die Schokolade jedes Mal zuerst probiert, ohne die Beschreibungen zu lesen, und meine eigenen Eindrücke aufgeschrieben, bevor ich im Büchlein nachgeschaut habe.
Meine Schokoladen-Eindrücke
| Herkunft | Geschmacksprofil |
Madagaskar | Leicht bitter, eine feine Säure kommt durch, klingt aber sanft aus. Das zweite Stück ist etwas süßer, wobei die Säure die Hauptnote bleibt. |
| Dominikanische Republik | Eher ein nussiges Profil mit einer leichten Säure als Akzent und einem angenehmen, milchigen Gefühl. |
| Trinidad | Noten von Leder, medizinischen Tönen, gereiftem Charakter und Kräutermedizin, klingt aber sanft aus. |
| Kolumbien | Bonbonartig (erinnert an Süßigkeiten). |
| Indien | Essenz von Hühnchen, Hühnerbrühe, milchige Noten, florale Nuancen, mit einem langanhaltenden Aroma und einem Hauch von süßem Likör. |
| Vietnam | Fleischig, nussig, mit würzigem Zimt, Süße und vielschichtiger Komplexität. |
| Taiwan | Eine leichte Kunststoffnote, vollmundige Süße, starker Kakaogeschmack, leichte Säure als Akzent und ein erdnussartiger Abgang. |
| Peru | Zitrusartig, floral, frisch und süß, jugendlich, mit einer ländlich-idyllischen Note. |
| Tansania | Noten von süßem Likör, die sich zu einem nussigen Charakter entwickeln, mit fruchtigen und floralen Aromen, einem eleganten Abgang und einem Hauch von Nostalgie. |

Unter ihnen ist die Schokolade aus Tansania mein absoluter Favorit (gefolgt von Peru auf dem zweiten Platz). Ich vermisse ihren Geschmack heute noch! Ich habe sogar im Internet recherchiert, wo man Schokolade aus Tansania in Deutschland kaufen kann. Leider scheint tansanische Schokolade hierzulande nicht sehr verbreitet zu sein. Das Einzige, was ich finden konnte, war ein Laden, der die isländische Schokoladenmarke Omnom importiert, und ich bin dabei auch auf die Kakaofarm „Kokoa Kamili“ in Tansania gestoßen. Ich würde ihre Schokolade unheimlich gerne mal probieren.
Aus Neugier auf den Kakaobaum und seine Anbauumgebung, die Kakaoblüten und den Prozess der Schokoladenherstellung habe ich einige faszinierende Videos und Artikel gefunden. Außerdem habe ich mir zwei Bücher über Schokolade gekauft. Die Informationen dazu habe ich am Ende beigefügt.
Ich habe den halben Februar damit verbracht, rund um das Thema Schokolade zu recherchieren und zu zeichnen, und habe schließlich die Illustration für das Newsletter-Cover fertiggestellt. Eigentlich wurde die Illustration erst Ende Februar fertig, weil der kreative Prozess nicht ganz so reibungslos verlief, wie ich gehofft hatte.

Auf Patreon habe ich von den Herausforderungen dieses kreativen Prozesses erzählt.
Für das mondsubjektive Neujahrsfest 2026 habe ich mir diese Schokoladenbox noch einmal gekauft, aber dieses Mal habe ich meine Eindrücke direkt während der Verkostung skizziert. Das Erstaunliche ist: Die Erfahrung war dieses Mal eine völlig andere!

Mehr über Schokolade erfahren
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